Spaß an der Arbeit behalten

Sekundärtraumatisierung

14.-16. November 2003

Workshop:

Traumatisierung – Sekundärtraumatisierung

Bernd Eberhardt

Die Arbeit mit traumatisierten Menschen kann psychosoziale HelferInnen an ihre eigenen Grenzen bringen. Schlimmstenfalls kann es zu einem Phänomen kommen, das als „sekundäre Traumatisierung bezeichnet wird.: Die Beschäftigung mit dem Trauma einer anderen Person ruft beispielsweise so massive Gefühle von Ohnmacht und Hilflosigkeit hervor, dass sich dies auf das eigene Ich traumatisierend auswirkt. Oder wir machen uns selber Bilder von den schrecklichen traumatisierenden Erlebnissen, die uns unsere Klienten berichten und werden diese nicht mehr los.

Um dies zu vermeiden bedarf es einer Kultur des bewussten Selbstschutzes und der Selbstfürsorge. Im Workshop soll , ausgehend von einem aktuellen Verständnis des Phänomens psychischer Traumatisierung aufgezeigt werden, wie wir professionelle Helfer selber auf die Erlebnisse unserer Klienten reagieren. Es werden mehrere Modelle dargestellt unsere eigenen Reaktionen einzuordnen und zu verstehen. Daraus abgeleitet werden konkrete Möglichkeiten des Selbstschutzes und der Selbstfürsorge vorgestellt und Raum zu Reflexion und Übung gegeben.

Der im Flyer angekündigte Workshop fand nicht statt, weil der Referent kurzfristig absagte. Stattdessen sprang die in diesem Jahr letztmals Vorstandsvorsitzende Petra Weihrauch-Schmachtenberg ein und hielt spontan einen Vortrag über das Traumamodell von Peter A. Levin (heute unter dem Namen Somatic Esperience bekannt).

 

Vorträge / Referate:

„Weiterhin mit Optimismus und Spass arbeiten !“

Impulsreferat am Freitag 14.11.03

Judit Rothen

Therapie nach sexualisierter Gewalt: Was bewirken fortwährende Schilderungen von Gewalt, extremer Gewalt, Krisen, und Traumatisierung in Therapie ? Wie kann Zuversicht, Vertrauen, Sicherheit, Hoffnung, Optimismus und Spass im Arbeits- und Lebensalltag aufrechterhalten werden ?

 

„Burn On“

Vortrag am Samstag 15.11.2003

Birgit Bader

Leidenschaftliche Professionalität entsteht aus der Flamme für den Beruf, zündenden Ideen, Kompetenz und Engagement. Das verbraucht Energie, führt nur oft genug in Erschöpfungszustände und mitunter auch in Burnout.

Es gibt einen Weg, sich Leidenschaft und Lust für den Beruf zu erhalten und dabei noch seine Professionalität zu erhöhen. Beispiele wir Mutter Theresa, Albert Schweizer und Nelson Mandela zeigen nur allzu deutlich, dass dies nicht mit Wellness, langen Pausen und frühem Feierabend zu tun hat, sondern im Gegenteil: u.a. mit Zielklarheit und klarer Prioritätensetzung.

Was noch dazu gehört, erfahren Sie in diesem Vortrag.

Referenten:

Bernd Eberhardt

Dipl.Psych, Dipl.Soz. Arb. Hauptamtlicher Mitarbeiter bei Zartbitter Köln, Mitbegründer und Ausbilder am Fachinstitut für angewandte Psychotraumatologie (FIFAP)

Judith Rothen

Geb. 1952, Schweizerin, lebt in Rotterdam. Traumatherapeutin, Hypnotherapeutin NBVH, Trainerin und Dozentin, Supervisorin LVSB

Birgit Bader

Geb. 1952, Hamburg. Dipl.Psychologin, Dipl. Pädagogin, DVNLP Lehrtrainerin , NLP Ausbilderin, Supervisorin.

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